Das Motivationsschreiben neu erfinden?!
- & meanwhile
- 16. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Warum wir neue Instrumente brauchen, welche individuelle Motivationen von BewerberInnen mit den Projekten und Zielen von Unternehmen verbinden.

Lange Zeit galt das Motivationsschreiben als fester Bestandteil jeder Bewerbung. Auf einer Seite formulierten BewerberInnen, warum sie perfekt für eine Position seien, weshalb sie gerade jetzt die richtige Wahl darstellten und welchen Wert sie für das Unternehmen bringen würden.
Es dient vor allem dazu, die eigene Eignung und die Beweggründe für die Bewerbung genauer zu erklären.
BewerberInnen haben die Möglichkeit über den reinen Lebenslauf hinaus eine individuelle Note zu setzen.
Gleichzeitig hat sich das Format kaum verändert: BewerberInnen versuchen, sich möglichst überzeugend zu präsentieren, oft nach festen Mustern und formalen Vorgaben.
Ein schriftliches Verkaufsargument für sich selbst, aber passt dieses Format noch in die zukünftige Arbeitswelt?
Neue Instrumente für den Arbeitsmarkt
Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Menschen entwickeln neue Interessen und Kompetenzen, Unternehmen sind unter Druck, starten neue Projekte und verändern ihre Ziele. Motivation ist kein statischer Zustand. Was uns heute antreibt, kann morgen eine andere Richtung nehmen.
Wie also lässt sich Motivation erfassen, wenn sie sich über die Zeit wandelt?
Statt eines festgelegten Motivationsschreibens braucht es neue Ansätze, die BewerberInnen und Unternehmen dynamischer zusammenbringen. Der Fokus sollte nicht nur darauf liegen, wie gut eine Person zu einer bestimmten Stelle passt, sondern welche individuellen „Treiber“ sie mitbringt.
Welchen inneren Antrieb haben wir? Wie können wir diesen sinnvoll in eine Organisation einbringen ohne auf eine starre Position festgelegt zu sein?
Menschen entwickeln sich weiter und Unternehmen ebenso. Ein einmaliges Dokument kann dieser Dynamik nicht gerecht werden. Stattdessen braucht es flexiblere Formate, die auch Entwicklungspotenziale sichtbar machen.
Eine neue Art der Bewerbung setzt eine dynamische Darstellung der eigenen Motivation, Stärken und Interessen voraus - eine Art evolutionäres Profil, das sich mit Erfahrungen und Zielen des Individuums im Einklang mit dem Unternehmenswachstum weiterentwickelt.
So würde das klassische Bewerbungsverfahren um eine zukunftsorientierte, flexiblere Komponente ergänzt und direkt mit Themen der Personal- und Unternehmensentwicklung in Verbindung gebracht.
Motivation bleibt ein zentraler Bestandteil jeder Bewerbung. Doch der Weg, wie wir sie sichtbar machen und in die Arbeitswelt integrieren, wird sich verändern.
Motivation als Schlüssel für Assignments
Anstatt fixe Jobrollen mit festgelegten Anforderungen zu besetzen, könnten wir Assignments stärker an der individuellen Motivation ausrichten. Denn wenn Menschen intrinsisch motiviert sind, steigt ihr Engagement, ihre Lernbereitschaft und letztlich auch ihre Leistung.
Das bedeutet:
Flexiblere Einsatzmöglichkeiten: Menschen könnten projektbasiert oder in thematischen Clustern arbeiten, statt sich strikt an Stellenprofile zu halten.
Bessere Passung zwischen Mensch und Aufgabe: Statt nur nach Erfahrung oder aktuellen Fähigkeiten zu entscheiden, könnten Motivation und Treiber eine wichtigere Rolle spielen.
Dynamische Entwicklungswege: Wer sich weiterentwickelt oder neue Interessen entdeckt, könnte leichter neue Assignments übernehmen, ohne gleich die Organisation wechseln zu müssen.
Motivation wird somit nicht nur ein Faktor der individuellen Entwicklung, sondern auch ein strategisches Element für Unternehmen, um Menschen sinnvoll und wirksam einzusetzen.




Kommentare