top of page

Wofür wir arbeiten - Gedanken zu Zukunft der Arbeit

  • Autorenbild: Maike Winkler
    Maike Winkler
  • 25. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Was ist Arbeit heute noch wert und wie messen wir diesen Wert eigentlich? In ihrem Buch „Wofür wir arbeiten“ wirft die Politikwissenschaftlerin Barbara Preinsack einen kritischen Blick auf unser Verhältnis zur Arbeit. Sie hinterfragt gängige Vorstellungen von Leistung, Einkommen und gesellschaftlicher Anerkennung und lädt dazu ein, Arbeit neu zu denken.


Arbeit ist mehr als Erwerbstätigkeit


„Der empfundene Sinn und Wert einer Arbeit ergibt sich nicht nur aus der Tätigkeit an sich, sondern auch daraus, wie diese Arbeit gesellschaftlich anerkannt und finanziell bewertet wird“, schreibt Preinsack. Damit lenkt sie den Blick auf ein zentrales Spannungsfeld: Viele gesellschaftlich wichtige Tätigkeiten - Pflege, Betreuung, Bildung - sind unterbezahlt oder werden gar nicht als „richtige“ Arbeit anerkannt. Gleichzeitig erfahren andere Tätigkeiten hohe Bezahlung, obwohl ihr gesellschaftlicher Nutzen fragwürdig ist.


Arbeit sichtbar machen


Es geht also nicht nur um die großen Schlagworte der neuen Arbeitswelt – Homeoffice, verkürzte Arbeitszeit, Selbstbestimmung.

Es geht darum, den Wert von Arbeit sichtbar zu machen.

Welche Tätigkeiten tragen tatsächlich zum Gemeinwohl bei? Und wie können wir das in unseren wirtschaftlichen und politischen Systemen besser abbilden?


Technologischer Wandel als Chance


Barbara Preinsack zeigt auch, dass technologische Entwicklungen unser Verständnis von Arbeit stetig verändern. Die Erfindung des Bankautomaten ersetzte keine Arbeitsplätze, sondern verlagerte sie: Bankangestellte wurden zu BeraterInnen. Neue Berufe entstanden. Der Wandel ist kein Verlust - er ist eine Transformation.


Ein Plädoyer für das bedingungslose Grundeinkommen


Ein zentrales Element in Preinsacks Argumentation ist das bedingungslose Grundeinkommen. Sie setzt sich klar dafür ein und entkräftet typische Einwände: Menschen würden faul werden oder ungeliebte Arbeiten blieben liegen. Studien und Pilotprojekte zeigen das Gegenteil: Die meisten Menschen bleiben erwerbstätig, nutzen aber die neu gewonnene Freiheit, um sinnvolle Arbeit zu leisten - oft auch im sozialen oder kreativen Bereich.


Ein neuer Blick auf Arbeit


„Wir müssen die Beziehung zwischen Arbeit und Einkommen neu denken“, fordert Preinsack. Es geht darum, den Sinn von Arbeit nicht allein am Gehalt zu messen, sondern am Beitrag für die Gesellschaft, an Selbstbestimmung und an echter Anerkennung. Die Zukunft der Arbeit ist nicht nur eine Frage von Technik oder Effizienz - sondern eine Frage der Werte.

«Machen wir uns an die Arbeit.»

 

Kommentare


bottom of page