Mit Vorstellungskraft zur eigenen Vision
- Maike Winkler
- 4. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Eine Vision für das eigene Leben beginnt mit Klarheit. Sie ist das innere Bild davon, wer wir sein, wie wir leben und was wir erreichen möchten. Je klarer dieses Bild ist, desto stärker wird seine Wirkung. Arnold Schwarzenegger erklärt in seinem Buch Be useful, wie sehr ihn die Bilder in seinem Kopf bei all den unterschiedlichen Vorhaben geprägt haben, die er im Laufe seines Lebens angegangen ist.
„Das Bild in meinem Kopf war so deutlich, dass man es hätte einrahmen und an die Wand hängen können.“
Er sagt: „Ich sehe mich schon als …“ und beschreibt damit ein Bild seiner Zukunft, das sich bereits real anfühlt. Was immer du dir für dein Leben vorstellst, du musst es zuerst sehen können.
Spitzensportler nutzen genau dieses Prinzip. Sie visualisieren ihre Ziele immer wieder, erleben den Erfolg gedanklich bereits im Voraus und entwickeln dadurch eine klare Vorstellung davon, was für sie Erfolg bedeutet und was nicht. Eine Vision dient dabei nicht nur als Motivation, sondern auch als Orientierung. Sie hilft, Chancen und Entscheidungen einzuordnen. Wenn ein Jobangebot, ein Projekt oder eine Möglichkeit auftaucht, kann die Frage gestellt werden:
Bringt mich das näher an das Bild, das ich von meinem Leben habe, oder entfernt es mich davon?
Dadurch wird es leichter, bewusst Ja oder Nein zu sagen.
Der Weg zu einer Vision ist jedoch selten bequem. Er beinhaltet Risiken, Unsicherheit und Rückschläge. Doch oft gilt: Je höher das Risiko, desto höher die mögliche Belohnung. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Was hast du wirklich zu verlieren? Und was ist mit all dem, was dazwischen kommt?
Gerade auf diesem Weg eignen wir uns Wissen über die Welt an, sammeln Erfahrungen und lernen, mit Rückschlägen umzugehen. Nicht jeder Schmerz lässt sich vermeiden. Aber es gibt "produktiven" Schmerz - den Schmerz des Lernens, des Wachsens und des Verlassens der eigenen Komfortzone. Wenn Schmerz einen Sinn hat, kann man ihn ertragen. Wichtig ist, dass eine Vision nichts Starres ist. Sie entwickelt sich weiter, sammelt neue Erfahrungen, wird präziser und wächst mit uns. Doch je klarer das innere Bild ist, desto einfacher wird es, den eigenen Weg bewusst zu gestalten und Entscheidungen zu treffen, die wirklich zum Leben passen, das wir führen möchten.




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