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intentional design: leben mit Online Identitäten

Blogserie Teil 2: meanwhile chatting with ChatGPT


Threads, Twitter, Instagram, TikTok, Facebook, Pinterest, LinkedIn, Xing, Tinder…


Fast jeder von uns hat heute eine bis mehrere Online Identitäten, die es im Alltag aufrechtzuerhalten gilt. Diese können verschiedene Schwerpunkte beinhalten, wie z.B. Datingprofile oder Karriereprofile, die wir nutzen, um auf uns aufmerksam zu machen. Dabei verbirgt sich hinter dem Design der jeweiligen Technologie eine bestimmte Intention, welche die Nutzung der Features beeinflusst. Viele der oben genannten Systeme sind im Kern und vom Grundgedanken her sehr ähnlich. Perfect Pictures, Likes of Likes: in der heutigen Like Kultur, Tweets, Retweets, Follower, Hashtags, Pins, Repins, …«like» oder «comment» oder «follow» … Wir haben uns so sehr an diese Art der Darstellung und Kommunikation gewöhnt, dass ein «Aufbrechen» dieser Dynamiken und das «Design» mit neuen Intentionen Zeit und Geduld braucht.


Als wir ChatGPT gefragt haben, was eben genau diese Likes, Follower oder Hashtags in unseren Alltag bringen bekamen wir folgende Antwort:


Social Media-Features wie Likes, Follower und Hashtags haben in den letzten Jahren die Art und Weise verändert, wie Menschen online kommunizieren und Inhalte teilen. Hier sind einige häufige Meinungen und Perspektiven zu diesen Features:


Likes:

  • Positiv: Likes können eine einfache Möglichkeit sein, Zustimmung oder Unterstützung für einen Beitrag auszudrücken. Sie können auch dazu beitragen, qualitativ hochwertige Inhalte zu fördern und die Sichtbarkeit von Beiträgen zu erhöhen.

  • Negativ: Likes können zu einem Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Anerkennung führen, der das Selbstwertgefühl beeinflusst. Einige argumentieren, dass sie oberflächlich sind und echte Interaktionen ersetzen.


Follower:

  • Positiv: Follower können eine loyale Community aufbauen und Personen ermöglichen, ihre Interessen und Inhalte mit einem breiteren Publikum zu teilen. Sie können auch Möglichkeiten für Influencer und Marken schaffen, Produkte und Ideen zu verbreiten.

  • Negativ: Der Druck, viele Follower zu haben, kann zu ungesundem Wettbewerb und Follower-Kauf führen. Zudem kann die Jagd nach Followern echte Beziehungen und Authentizität auf den Plattformen beeinträchtigen.


Hashtags:

  • Positiv: Hashtags helfen dabei, Inhalte zu organisieren und auffindbar zu machen. Sie sind nützlich, um an Diskussionen teilzunehmen und Trends zu verfolgen.

  • Negativ: Ein übermäßiger Gebrauch von Hashtags kann als Spam wahrgenommen werden und den Lesefluss beeinträchtigen. Außerdem können Hashtags missbraucht werden, um Hass oder Desinformation zu verbreiten.


Die Meinungen zu diesen Features sind vielfältig und hängen oft von individuellen Erfahrungen und Nutzungsgewohnheiten ab. Einige Menschen schätzen die Möglichkeiten und Verbindungen, die Social Media bietet, während andere die negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die Qualität der Kommunikation betonen. Letztendlich ist es wichtig, bewusst und verantwortungsbewusst mit diesen Features umzugehen und sicherzustellen, dass sie für positive Zwecke genutzt werden.


ChatGPT legt uns nahe, dass also ein bewusster Umgang mit den Features dazu führt, dass wir positive Aspekte dieser Entwicklung und Kommunikation nutzen können. Gleichzeitig macht es uns klar, dass es eben auch negative Auswirkungen haben kann.


ChatGPT: Was heisst das für unsere Online Identitäten?

Die Entwicklung der sozialen Medien und anderer Online-Kommunikationsplattformen hat bereits erhebliche Auswirkungen auf unsere Online-Identität und wird dies auch in Zukunft weiterhin tun. Hier sind einige Überlegungen dazu:

  • Mehrdimensionale Online-Identitäten: Unsere Online-Identität ist heute oft komplexer und facettenreicher als je zuvor. Wir haben verschiedene Profile auf verschiedenen Plattformen und präsentieren unterschiedliche Aspekte unserer Persönlichkeit in verschiedenen Kontexten.

  • Digitale Spuren und Reputation: Jede Aktion, die wir online ausführen, hinterlässt digitale Spuren. Diese können Auswirkungen auf unsere Online-Reputation haben und sich auch auf unser Offline-Leben auswirken. Arbeitgeber, Universitäten und andere könnten auf unsere Online-Präsenz achten, wenn sie Entscheidungen treffen.

  • Selbstinszenierung und Authentizität: Auf sozialen Medien ist es üblich, eine gewisse Form der Selbstinszenierung zu betreiben, bei der wir ausgewählte Aspekte unseres Lebens teilen. Gleichzeitig gibt es den Druck, authentisch zu sein. Die Spannung zwischen diesen beiden Aspekten wird wahrscheinlich bestehen bleiben.

  • Datenschutz und Kontrolle: Die Kontrolle über unsere Online-Identität und persönlichen Informationen wird zu einem wichtigen Anliegen. Benutzer werden voraussichtlich mehr Werkzeuge und Bewusstsein für den Schutz ihrer Daten und Privatsphäre fordern.

  • Globale Reichweite und kulturelle Sensibilität: Durch die globale Natur des Internets können unsere Online-Identitäten von Menschen aus verschiedenen Kulturen gesehen werden. Dies erfordert eine Sensibilität für kulturelle Unterschiede und die Möglichkeit, Missverständnisse zu vermeiden.

  • Digitale Bürgerrechte: Die Diskussion über digitale Bürgerrechte und die Freiheit, online zu sein, wird weiterhin an Bedeutung gewinnen. Dies betrifft Fragen wie Meinungsfreiheit, Zensur und Netzneutralität.

  • Online-Sicherheit: Da unsere Online-Identität immer komplexer wird, wird die Sicherheit unserer Konten und persönlichen Informationen zu einer wachsenden Sorge. Die Bedeutung von Passwortschutz, Zwei-Faktor-Authentifizierung und anderen Sicherheitsmaßnahmen wird steigen.

Insgesamt wird unsere Online-Identität in einer immer stärker digitalisierten Welt weiterhin an Bedeutung gewinnen. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, wie wir uns online präsentieren, unsere Privatsphäre schützen und die positiven Aspekte einer digitalen Identität nutzen können, um Verbindungen zu knüpfen, Informationen auszutauschen und Einfluss auszuüben. Gleichzeitig müssen wir die Herausforderungen und Risiken erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um unsere Online-Identität zu schützen.


Karriereidentität


Auf der einen Seite leben wir in der Arbeitsrealität in der wir uns «live» mit Kollegen austauschen, Ideen einbringen oder Aufgaben erledigen; Auf der anderen Seite haben wir ein oder sogar mehrere Online Karriereprofile wie LinkedIn oder Xing auf denen wir mehr denn je mit unseren Kollegen oder Fremden im unseren Netzwerk teilen: unsere Erlebnisse im (Arbeits)alltag teilen, wie z.B. eine Beförderung oder eine Kündigung werden kommuniziert.


Das Aufrechterhalten des Online Karriereprofils auf Plattformen wie LinkedIn oder Xing nimmt Zeit in Anspruch. Wie eignet sich diese Art der Darstellung jedoch, um echten Fortschritt erkennbar zu machen? Zwar können jederzeit Jobwechsel oder Kündigungen an die Masse angekündigt werden, um ein paar Emotionen von Kollegen und völlig Fremden in Form von Likes und Herzen zu generieren, jedoch geht es letztlich nicht über eine Art Dauerbestätigung hinaus.


Karriereplattformen sind designed um uns und unser Tun konstant zu validieren.


Wie zeigt sich dies im Design?


Die Features beinhalten einen Feed, welcher kontextlos neue Beiträge aus dem Netzwerk nacheinander zusammenbringt. Zum Beispiel:

  • Happy birthday, Tom! Du bist ein toller Kollege.

  • Nach meiner langen Zeit bei Firma XY verlasse ich schweren Herzens die Firma. Ich bleibe dem Team weiter verbunden und freue mich auf meine neue Herausforderung

  • Ich bedanke mich bei Kerstin für die super Zusammenarbeit

  • Homeoffice wird ein wichtiger Bestandteil der neuen Arbeitswelt bleiben

häufige Fragen

Alternative Fragen

Gefalle ich/Post/Job jemanden?

Kann mich jemand in meiner Entwicklung weiterbringen?

Gefällt mir jemand/Post/Job?

Kann ich jemanden in seiner /ihrer Entwicklung weiterbringen

Habe ich mich gut genug dargestellt, um Aufmerksamkeit zu erhalten?

Welche Erkenntnisse gewinne ich?

Wenn wir ChatGPT fragen, welche Ziele Karriereplattformen wie LinkedIn antreiben, so erhalten wir die Antwort, dass Nutzer sie für verschiedene berufliche Zwecke nutzen, darunter:

  • Berufliche Vernetzung: LinkedIn möchte Menschen dabei helfen, berufliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, die ihnen bei ihrer Karriereentwicklung, der Suche nach neuen Geschäftschancen und der Erweiterung ihres beruflichen Netzwerks helfen.

  • Jobsuche und -vermittlung: LinkedIn strebt danach, eine wichtige Anlaufstelle für Arbeitssuchende und Unternehmen zu sein, um qualifizierte Fachkräfte mit passenden Jobmöglichkeiten zusammenzubringen.

  • Wissensaustausch und Sichtbarkeit: Die Plattform möchte ein Ort sein, an dem Fachleute Wissen teilen, Einblicke gewinnen und sich als Experten in ihrem Bereich positionieren können.

  • Unternehmenspräsentation: Unternehmen sollen die Plattform nutzen, um ihr Geschäft, ihre Kultur und ihre Werte darzustellen und talentierte Mitarbeiter anzuziehen.

Insgesamt ist LinkedIn darauf ausgerichtet, berufliche Chancen zu fördern und die berufliche Entwicklung der Nutzer zu unterstützen, sei es durch Jobsuche, Vernetzung, Wissensaustausch oder die Präsentation von Unternehmen und Marken. Die erfolgreiche Nutzung der Plattform erfordert eine sorgfältige Profilgestaltung, aktive Vernetzung und die Teilnahme an relevanten beruflichen Gesprächen.


Auch am Beispiel von Tinder können wir erkennen, wie uns ein Design mit den Features der Social Media Lösung prägen und unser Nutzerverhalten beeinflusst.

Heutiges Design:

  • Singles in unserem Umkreis werden angezeigt

  • Wir können uns auf die Suche machen basierend auf Bildern

  • Bedingung: Beide Personen müssen dem «Match» zustimmen

  • Wenn beide Personen sich füreinander entscheiden, wird ein neues Chat Fenster geöffnet

Wir können beispielsweise das heutige Tinder Design nutzen, um Bilder als ersten Anhaltspunkt zu sehen, ob uns eine Person optisch gefällt und uns daraufhin mögliche Gemeinsamkeiten (Hobbys, Interessen…) ansehen, vorausgesetzt dass die andere Person auch Interesse zeigt.


Welche Alternative gibt es?


Das Design lenkt uns auf der Suche, aber wir können selbst entscheiden, wie und ob wir es schlussendlich nutzen wollen.

Zum Beispiel könnten konkrete Fragestellungen, die Menschen miteinander verbinden, eine grosse Rolle spielen:

  • Fragen, die sich Menschen aus unserem Umkreis stellen werden angezeigt

  • Wir können diese Fragen nutzen, um zu sehen, welche uns evtl. miteinander verbinden

  • Bedingung: Personen müssen sich ähnliche Fragestellungen stellen, um einen «Match» zu kreieren

  • Wenn dies der Fall ist, dann können Sie miteinander in Kontakt treten

Intentional Design


Wie wahrscheinlich ist es, dass uns das heutige Design durch Beiträge wirklich überrascht, wir dadurch neue Zusammenhänge herstellen können und Erkenntnisse gewinnen?


Stellen wir uns beispielsweise einen Algorithmus vor, der uns anzeigt, was uns andere NICHT empfehlen würden?! Was würde dann passieren? Würden wir unseren Horizont erweitern? Würden wir andere Impulse erhalten?

ChatGPT, können wir in unserem Feed noch überrascht werden?


ChatGPT: Ja, es ist durchaus möglich, in Ihrem Feed auf sozialen Medien, einschließlich Plattformen wie Facebook, Twitter oder LinkedIn, weiterhin überrascht zu werden. Obwohl diese Plattformen Algorithmen verwenden, um Inhalte basierend auf Ihren Interessen und Ihrem Verhalten anzuzeigen, gibt es immer noch Faktoren, die Überraschungen ermöglichen:

  • Neue Kontakte und Verbindungen: Wenn Sie neue Verbindungen oder Freunde hinzufügen, werden deren Beiträge und Aktivitäten in Ihrem Feed angezeigt. Dies kann dazu führen, dass Sie mit Inhalten konfrontiert werden, die Sie zuvor nicht gesehen haben.

  • Trending-Themen und Viralität: Beiträge, die plötzlich viral gehen oder zu aktuellen Trendthemen passen, können in Ihrem Feed auftauchen, selbst wenn sie nicht Ihren üblichen Interessen entsprechen.

  • Zufällige Entdeckungen: Soziale Medien bieten oft Empfehlungen für Seiten, Gruppen und Nutzer, die Sie interessant finden könnten. Das Entdecken neuer Inhalte ist Teil der Plattformstruktur.

  • Freunde und Verbindungen ändern ihre Interessen: Ihre Freunde und Verbindungen können sich im Laufe der Zeit verändern und neue Interessen und Aktivitäten verfolgen. Dies kann zu einer Vielfalt von Inhalten in Ihrem Feed führen.

  • Plattform-Updates und neue Funktionen: Soziale Medien führen regelmäßig Updates und neue Funktionen ein. Diese können die Art und Weise, wie Inhalte angezeigt werden, ändern und Ihnen neue Möglichkeiten bieten, Inhalte zu entdecken.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Algorithmen sozialer Medien darauf ausgelegt sind, Inhalte anzuzeigen, die wahrscheinlich Ihr Engagement fördern. Dennoch besteht immer die Möglichkeit, dass Sie auf überraschende oder unerwartete Beiträge stoßen, insbesondere wenn Sie Ihre Interaktionen auf der Plattform variieren und neue Verbindungen eingehen. Es kann auch Spaß machen, ab und zu bewusst nach neuen und interessanten Inhalten zu suchen, um Ihre Erfahrung auf sozialen Medien interessant und vielfältig zu gestalten.


Das Design sollte es zulassen, dass wir uns als Nutzer lernen uns auf Unbekanntes einzulassen statt uns nur vertrauter Art von Beiträgen zuzuwenden. Gleichzeitig sollten wir dadurch Komplexität erschliessen können und Neues verstehen und dem mit Neugier nachgehen. Es geht um Vielfalt und Differenz und dem Erlauben des kritischen Zweifelns durch verschiedene Sichtweisen und Erkenntnis durch Auseinandersetzung mit Themen.


Also ein Algorithmus, der Beiträge nach folgender Logik anzeigt:

  • Was mich zukünftig interessieren könnte

  • Was mich heute wahrscheinlich interessiert

  • Was sich von meinen Ansichten unterscheidet

Kontrollmechanismen können uns helfen die Nutzung der Onlineportale in die bestimmte Richtung zu lenken und einen Einfluss auf das Nutzerverhalten zu haben. Ein Portal ist im Kern immer mit dem tatsächlichen Ursprung einer Idee verbunden – den Grundgedanken zur Entstehung der Technologie, welcher die Features und die Nutzung leitet. Schlussendlich kommt es darauf an ob und wie Menschen diese nutzen, dass Neues entstehen kann.


Was versteht ChatGPT unter "Intentional technological design?" Es bezieht sich auf den bewussten und zielgerichteten Prozess der Gestaltung von Technologie, bei dem Designer und Entwickler klare Absichten und Ziele verfolgen. Diese Absichten können sich auf die Funktionalität, die Benutzerfreundlichkeit, die ethischen Aspekte oder die gesellschaftlichen Auswirkungen der Technologie beziehen. Hier sind einige Schlüsselaspekte des intentional technological design:

  • Klar definierte Ziele

  • Benutzerzentrierung

  • Ethik und Verantwortung

  • Langfristige Auswirkungen

  • Transparenz und Kommunikation

  • Flexibilität und Anpassungsfähigkeit

  • Gesellschaftliche Auswirkungen

In einer Zeit, in der Technologie einen immer größeren Einfluss auf unser tägliches Leben hat, wird das Konzept des intentional technological design immer wichtiger. Es trägt dazu bei sicherzustellen, dass Technologie nicht nur effektiv und benutzerfreundlich ist, sondern auch die Werte und Interessen der Gesellschaft respektiert und fördert. Es erfordert eine bewusste Anstrengung, Technologie nicht nur zu entwickeln, sondern auch in einer Weise zu gestalten, die eine positive und nachhaltige Wirkung hat.


Beim Intentional Design geht es darum Menschen in eine Richtung zu bringen mit der Idee und mit Intention. Das bedeutet auch, vielleicht nicht immer das zu bauen, was sich Menschen zu einem Zeitpunkt wünschen, jedoch das, was sie in Zukunft brauchen. Das Entwickeln mit Intention geht also sowohl um user-centric design also auch um future-centric design.


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